Samstag, 26. April 2008

Yapei Yams

Wir sind auf der Yapei Queen, dem Transport- und Passagierschiff des Lake Volta! Wir sitzen in einer der zwei 1. Klass-Kabinen und geniessen den Luxus eines eigenen Zimmerchens, denn die Fahrt von Yeji an all den gefluteten Bäumen vorbei nach Akosombo soll zwar nur 36 h dauern, kann sich aber leicht über 4 Tage hinweg ziehen: Yams, eine kartoffelartige Feldfrucht, spielt dabei der zentrale Faktor, wie wir bald merken. Überall, wo wir anlegen, wartet eine grössere Menschenmenge auf uns, die ihre Yamsernte aufs Boot laden will, um dann im Süden teuer zu verkaufen.



Obwohl ein moderner Hubstapler an Bord ist, muss der Yams von Menschenhand, genauer Frauenhand, mühsam aufs Schiff gehievt werden, da das Schiff nicht richtig anlegen kann. Was soll man dazu sagen? T. I. A.: This is Africa…



Stundenlang zieht sich die Yams-Frauen-Schlange hin und her und die Lagerboxen füllen sich langsam. Von unserer 1. Klass-Etage aus lässt sich das emsige Treiben gut beobachten. Als es nachtet, fühle ich mit und gehe helfen: Meine Hilfe ist willkommen und schon bald entlade ich eine Schale voller Yams nach dem andern in die Boxen. Mein Fleiss scheint den Frauen aufzufallen: „Obruni (der Weisse) likes work“ kommt mir jedenfalls mehrmals zu Ohren.


Nach einer erfrischenden Dusche kräftigen wir uns im Schiffsrestaurant. Quintessenz: Ich verbringe meine Nacht mit Hin- und Herrennen zwischen WC-Schüssel und Kajüte, wo mir übelstes Magenbrennen jeglichen Schlaf raubt.

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