Sonntag, 2. März 2008

Homestay in St. Louis

Überglücklich darüber, nach der anstrengenden Wüstendurchquerung endlich in Senegal angekommen zu sein, versuchen wir wie immer, möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom „gare routière“ ins Stadtzentrum und damit zum Hotel zu kommen. In einem der dichtgedrängten Stadtbusse, kommen wir mit einer Frau (Sata) ins Gespräch, die uns zeigen will, wo wir die gewünschte Unterkunft finden. Da es bereits dunkel ist, nehmen wir diese Hilfe gerne an.


Wir gehen vorher bei ihr vorbei und da bietet uns die Familie an, für einen wesentlich geringeren Betrag als im Hotel bei ihnen zu bleiben. Müde von der langen Reise, nehmen wir dieses Angebot dankbar an.



Wie viele Tanten und Kinder genau hier wohnen, bleibt uns bis zum Schluss nicht ganz klar. Fest steht, dass hier, wie wohl im ganzen Senegal, in der Grossfamilie gewohnt und gelebt wird. Das Zentrum des Wohnens ist dabei der Innenhof. Dort wird gekocht, diskutiert und gegessen. Rund um den Innenhof hat jede „Tante“ mit ihren Kindern einen Wohnteil.


Am nächsten Morgen gehen wir mit Sata auf den Markt einkaufen. Es soll Tié-bou-dienne (Reis mit Fisch und Gemüse) – von jetzt an unser neues Lieblingsessen – geben. Wir kaufen Gemüse, Fische, Gewürze, Öl, Reis und Kohle ein. Anschliessend geht unsere „Mama Leone“ ans Kochen. Für uns ist es natürlich superspannend zu sehen, wie hier gekocht wird. Wir sehen bald – es wird mit der grossen Kelle angerührt!



Vor dem Essen wird schön brav die Hand gewaschen und dann setzt sich die ganze Familie an den riesigen Teller voll mit Reis, Fisch und Gemüse. Mmh… wir würden mal sagen, unser Start in Senegal ist geglückt!


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