Freitag, 15. Februar 2008

Jamila – La jeune fille berbère du désert noir

Wir gelangen mit M’barak in die schwarze Wüste ganz nahe der algerischen Grenze. Hier in dieser Einöde leben Berber-Familien noch wie bei uns vor 100 Jahren. Ein kleines Haus mit Stall für die Schafe und ein Nomadenzelt aus Ziegen- und Kamelwolle sind der ganzen Familie Stolz.


Ein Esel, das Lasttier Marokkos schlechthin, sowie Hühner inklusive einem stolzen Güggel und Kaninchen werden hier gehalten.
Tags hält man sich im Zelt auf, hier ist es angenehm warm und nicht zu heiss.


Jamila, eine der Töchter, ist den Touristen gegenüber sehr aufgeschlossen und hat grosse Freude an der Kamera. Nachmittags webt und knüpft sie mit ihren Schwestern im Zelt an einem Berber-Teppich.



Gegen Abend wird im durch Sandwälle abgegrenzten Garten Wasser gepumpt und über ein ausgeklügeltes Kanalsystem in die Beete geleitet. Hier wächst spärlich Gras für die Schafe, Karotten und Petersilie sowie Kabiskraut. Jeder Halm muss hier dem sandigen Boden abgerungen werden!


Jamila geht nicht zur Schule. Sie hilft daheim auf dem Hof, denn ihre Mutter hat von Morgen früh bis abends spät alle Hände voll zu tun: Brot backen, Jäten, Tiere (Esel, Kaninchen, Hühner, Schafe) füttern, die Töchter beim Teppichweben überwachen, Ziegenhaare spinnen, Hennakräuter sieben, Tee für die Gäste zubereiten. Der Tee ist wie überall hier zuckersüss, was dazu führt, dass viele Marokkaner Diabetiker sind.
Am Abend hilft Jamila der Mutter beim Zubereiten des Couscous.

Die Touristen stellen einen Zusatzverdienst dar und es wird versucht, möglichst viel dabei rauszuholen. Für Fossilien und Stoffkamele sind wir allerdings nicht empfänglich, da wir nicht noch mehr Gepäck mitschleppen wollen. Für ein Henna auf die Hände, ist Milena aber zu haben. Das Henna wird am Feuer getrocknet, das die einzige Wärmequelle in der kalten Wüstennacht ist.

Diese Wüsten-Berber leben im Einklang mit der Natur. Doch die Wasserkanäle sind bereits versalzen. Wie lange kann hier noch so gelebt werden?

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wie habt ihr vom Problem der Versalzung erfahren? Von der lokalen Bevölkerung oder aus dem Reiseführer?

Margrit hat gesagt…

Good job!!!!!!
Keep up posting news from your Africa journey. It's fun to follow you from home.
Be well. Best wishes from New Orleans.